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    Trommelsteine


    Über Trommelsteine

    Trommelsteine entstehen in einer rotierenden Trommel. Bruchstücke werden über Tage hinweg mit Schleifmittel und Wasser gewälzt, in mehreren Durchgängen mit immer feinerer Körnung, bis Kanten und Ecken verschwunden sind. Übrig bleibt eine weich gerundete, unregelmäßige Form mit glatter, glänzender Oberfläche. Das Verfahren ist überraschend jung: Erst mit den elektrischen Trommelmaschinen der 1950er-Jahre wurde es verbreitet, davor schliff man Steine einzeln von Hand.

    Welche Sorte sich überhaupt trommeln lässt, entscheidet die Härte. Quarze mit einer Mohshärte um 7 vertragen das Verfahren gut, weiche Minerale wie Lepidolith mit 2,5 bis 3 müssen getrennt und schonender gelaufen werden, weil härtere Steine sie im selben Fass zerreiben würden. Auch deshalb kostet ein weicher Stein im Einkauf oft mehr als ein harter.

    Die vier Größen

    Wir führen jede Sorte in vier Größenklassen: S etwa 1,5 bis 2,5 cm, M etwa 2,5 bis 3,5 cm, L etwa 3,5 bis 4,5 cm und XL etwa 4,5 bis 6 cm. Du erhältst einen Stein aus der gewählten Klasse. Weil jeder Stein anders gewachsen ist, unterscheiden sich Farbe, Zeichnung und genaue Form von Stück zu Stück, auch innerhalb derselben Sorte – das Foto zeigt jeweils ein typisches Exemplar. Wer einen Stein zum ersten Mal in die Hand nimmt, greift meist zu M: groß genug, um die Zeichnung zu sehen, klein genug für die Hosentasche.

    Woran man Qualität erkennt

    Ein gut getrommelter Stein hat keine stumpfen Stellen und keine Restkanten. Vorsicht ist bei sehr gleichmäßig gefärbtem Material geboten: Weicher, saugfähiger Stein wie Magnesit oder Howlith wird im Handel häufig eingefärbt und dann als Türkis oder Lapis verkauft. Wir führen nur ungefärbtes Material und schreiben bei jedem Stein dazu, wenn eine Behandlung branchenüblich ist – etwa beim Tigerauge, das für rötliche Töne gebrannt wird, oder beim Türkis, der fast immer stabilisiert ist. Mehr dazu unter Herkunft & Beschaffung.

    Pflege

    Die meisten Trommelsteine lassen sich unter lauwarmem Wasser abspülen und trocken tupfen. Ausnahmen sind weiche und poröse Sorten: Türkis nimmt Wasser, Öle und Cremes auf und verfärbt sich dauerhaft, Lepidolith zerkratzt leicht. Amethyst und Rauchquarz gehören nicht dauerhaft in die pralle Sonne, ihre Farbe verblasst über Jahre. Welcher Stein was verträgt, steht ausführlich unter Pflege & Reinigung.

    Neben den getrommelten Steinen findest du bei uns auch ungeschliffene Rohsteine und geschliffene Pendel, dazu eine Übersicht aller Kristalle. Steine zum Tragen gibt es im Edelsteinschmuck.